Jungs machen Theater - Mädchen eine Szene

Performance Wettbewerb 2011

Bildung

Mädchen und Buben unterscheiden sich voneinander hinsichtlich ihrer Bildungsbeteiligung und ihres Schulerfolgs:

  • Jungen werden bei der Einschulung häufiger zurückgestellt als Mädchen und sind bei der Einschulung durchschnittlich älter.
  • Buben wechseln beim Übertritt aus der Grundschule häufiger als Mädchen an die Hauptschule und seltener an die Realschule und das Gymnasium.
  • An allen Schularten mit unterschiedlichen Ausbildungsrichtungen besuchen Jungen häufiger eine Ausbildungsrichtung im Bereich Mathematik/Naturwissenschaften/Technik, Mädchen hingegen entscheiden sich häufiger für die Bereiche Sprachen/Sozialwesen/Sozialwissenschaften.
  • In allen Schularten wiederholen die Jungen häufiger als die Mädchen eine Jahrgangsstufe.
  • Jungen verlassen die allgemein bildenden Schulen häufiger als Mädchen ohne Abschluss, mit Abschlüssen der Volksschule zur sonderpädagogischen Förderung bzw. mit einem (qualifizierenden) Hauptschulabschluss. Mädchen hingegen erreichen häufiger als ihre männlichen Mitschüler einen mittleren Schulabschluss bzw. die Hochschulreife.
  • Bei zentralen Abschlussprüfungen (mittlerer Schulabschluss an der Hauptschule, Hochschulreife am Gymnasium, (Fach-)Hochschulreife an der Beruflichen Oberschule) sind Mädchen häufiger erfolgreich und erreichen meist bessere Durchschnittsnoten als Jungen.
  • Zwischen Jungen und Mädchen zeigen sich bei den PISA-Studien z. T. statistisch bedeutsame Kompetenzunterschiede in den verschiedenen Fachbereichen: Im Jahr 2006 erzielten in fast allen deutschen Ländern - auch in Bayern - Buben in den Naturwissenschaften bessere Ergebnisse als Mädchen. Das Lesen hingegen ist nach wie vor eine Domäne der Mädchen: Ein besseres Abschneiden der Mädchen wurde im internationalen PISA-Vergleich 2006 durchgängig nachgewiesen, in Bayern betrug der Vorsprung der Mädchen knapp ein Schuljahr. In Mathematik haben in fast allen deutschen Ländern Buben einen Leistungsvorsprung gegenüber Mädchen, der u. a. in Bayern besonders groß ist.

 

Materialien zum Thema im Internet:

  • Informationen zu Bildungsbeteiligung und Schulerfolg von Jungen und Mädchen in Bayern: Bildungsbericht Bayern 2009, hg. vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, Mänchen 2009, Kapitel D 1: Mädchen und Jungen (S. 198-200)
    Bildungsbericht Bayern 2009
  • Informationen zu den PISA-Studien:
    • Zusammenfassung der Ergebnisse der PISA-Studie 2006 auf den Internetseiten des Leibnitz-Instituts für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik
      Zusammenfassung der Ergebnisse
    • PISA-Ländervergleich 2006, Zusammenfassung der Ergebnisse für Bayern
      PISA-Ländervergleich 2006

 

Mögliche Arbeitsaufträge für Schülerinnen und Schüler:

  • Erarbeitet auf der Grundlage der Kapitels D 1 des Bildungsberichts Bayern 2009 eine Präsentation zu Bildungsbeteiligung und Schulerfolg von Jungen und Mädchen! Decken sich Eure Ergebnisse mit Euren Alltagserfahrungen in der Schule?
  • An allen Schularten in Bayern mit unterschiedlichen Ausbildungsrichtungen besuchen Jungen häufiger eine Ausbildungsrichtung im Bereich Mathematik/Naturwissenschaften/Technik, Mädchen hingegen entscheiden sich häufiger für die Bereiche Sprachen/Sozialwesen/Sozialwissenschaften. Zudem zeigen sich bei den PISA-Studien weltweit z. T. deutliche Kompetenzunterschiede in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Lesen zwischen Mädchen und Jungen.
    • Könnt Ihr diese Beobachtungen auch an Eurer Schule machen?
    • Interviewt Eure Mitschülerinnen und Mitschüler zu möglichen Gründen für die geschlechtstypische Wahl von Ausbildungsrichtungen bzw. für unterschiedliche Interessenschwerpunkte!


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